Informationen für Tierhalter

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FAQ

  1. Operationen und Narkose
  2. Erste-Hilfe
  3. Verreisen mit dem Tier
  4. Ein Welpe kommt ins Haus
  5. Ein Kätzchen kommt ins Haus
  6. Haltung und Fütterung von Kaninchen
  7. Haltung und Fütterung von Meerschweinchen (folgt)
  8. Haltung und Fütterung von Hamstern (folgt)
  9. Haltung und Fütterung von Ratten (folgt)
  10. Impfungen von Hunden, Katzen, Kaninchen und Frettchen
  11. Entwurmen von Hunden und Katzen
  12. Zahnprophylaxe bei Hunden und Katzen
  13. Zahnprobleme beim Hund (folgt)
  14. Zahnprobleme bei der Katze
  15. Zecken und Flöhe
  16. Tierversicherungen
  17. Tierkennzeichnung
  18. Kastration
  19. Die ältere Katze (folgt)
1. Informationen zu Operationen und Narkosen

In unserem sterilen Operationssaal 1 führen wir geplante Weichteiloperationen, wie Kastrationen oder Tumoroperationen aber auch die Versorgung von akuten Verletzungen wie Schnitt- oder Bissverletzungen durch. Im unsterilen Operationssaal 2 werden professionelle Zahnsanierungen, Zahnsteinentfernungen und Zahnextraktionen vorgenommen.
Bei all diesen Eingriffen muss Ihr Tier in Vollnarkose gelegt werden, um es vor Schmerzen zu schützen.
Eine Narkose ist immer eine Belastung für den Organismus und birgt ein gewisses Restrisiko. Wir bieten Ihnen ein individuelles Narkose-Regime für Ihr Tier: Vor der Narkose wird Ihr Tier gründlich untersucht. Zusätzlich empfehlen wir v.a. bei älteren Patienten oder größeren OPs im Vorfeld eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen. Besonders die Bestimmung der Gerinnungsfaktoren sowie die Nieren- und Leberfunktion ist für die Operation und Narkose wichtig. Während der Narkose ermöglicht ein modernes Inhalationsnarkosegerät über einen Trachealtubus eine exakt steuerbare Gasnarkose. Über einen Venenzugang können Narkosemittel und Medikamente schnell und direkt verabreicht werden. Außerdem haben wir so die Möglichkeit von schonenden Kurznarkosen.

Durch moderne Narkosemittel, Inhalationsnarkosegerät und einer ständigen Überwachung von Herz und Atmung geben wir unser Bestes das Risiko möglichst gering zu halten. Über ein modernes, elektronisches Narkoseüberwachungsgerät wird ständig die Sauerstoffversorgung, der Puls und die Temperatur Ihre Tieres sowie ein EKG auf einem Monitor angezeigt.
Sie können dazu beitragen das Narkoserisiko zu minimiere, indem Sie folgende Punkte beachten:
Bei Operationen an Hunden und Katzen sollten diese 12 Stunden vor OP nichts mehr fressen. Durch die Narkose kann Übelkeit mit Erbrechen auftreten und das Risko besteht, dass das benommene Tier an seinem Erbrochenen erstickt. Hunden sollten Sie vor der OP möglichst viel zu Trinken anbieten, um den Kreislauf zu stabilisieren. Heimtiere wie Kaninchen und Meerschweine sollen unbedingt bis unmittelbar vor OP und gleich danach Nahrung angeboten werden, da ihr Darm ständig in Bewegung bleiben soll.

2. Ersten Hilfe

Wir bieten laufend Erste-Hilfe-Kurse für Vierbeiner an. Der nächste Kurstermin wird in Kürze bekannt gegeben - bei Interesse bitte melden! Oder schauen Sie unter Aktuelles nach.
Beitrag folgt!

3. Verreisen mit dem Tier

EU-Ausweis und Kennzeichnung Seit August 2011 gilt die Kennzeichnungspflicht für Hunde, Katzen und Frettchen bei einem Grenzübertritt in ein anderes EU-Land, aber auch bei Wiedereinreise aus einem Drittland zurück in die EU! Die eindeutige Kennzeichnung muss elektronisch mittels eines Mikrochips unter der Haut (Transponder) erfolgen und einen EU-Ausweis mit gültigen Impfungen muss mitgeführt werden. In verschiedenen Ländern der EU gelten unetrschiedliche Impfvorraussetzungen für eine Einreise. Bitte informieren Sie sich frühzeitig im Vorfeld bei uns in der Praxis ob der Pass, die Impfungen und die Kennzeichnung Ihres Tieres ausreichend ist.
Bitte sprechen Sie unser Praxisteam rechtzeitig vor Reiseantritt an, damit wir Ihnen eine Reiseapotheke zusammenstellen können. Diese sollte Wundversorgung, ein Mittel gegen Reisekrankheit, Beruhigungsmittel für die Reise enthalten. Bitte denken Sie auch daran vor Reiseantritt die für jedes Land entsprechende Zecken- und Parasitenprophylaxe aufzutragen. Infos zum Verreisen mit dem Tier gibt es im Internet unter: Einreisebestimmungen und Reisekrankheiten: www.petsontour.de

4. Ein Welpe kommt ins Haus

Lassen Sie den Welpen einige Tage bei sich eingewöhnen und kommen dann zu einem Welpenerstbesuch in die Praxis. Hier kann Ihr Welpe spielerisch die Tierarztpraxis kennen lernen und Sie bekommen alle Fragen rund um den neuen Familienzuwachs beantwortet.
Futter
Füttern Sie die ersten Tage erst einmal das Futter weiter welches der Welpe an seinem Herkunftsort bekommen hat. Ob Ihr Hund dann Trocken oder Feucht, Selbstgekocht oder BARF bekommt, kann jeder selbst entscheiden. Wichtig ist –besonders im Wachstum- dass die Ration ausgewogen berechnet ist, exakt für Ihren Hund, in dieser Lebenswoche. Das Calcium/Phosphor-Verhältnis, der Eiweißgehalt sowie die Kalorienzufuhr müssen stimmen. Gerne kontrollieren wir für Sie Ihre Rationen oder berechnen Ihnen auf Wunsch die richtige Zusammensetzung. Ihr Hund sollte sein Futter gerne essen, schöne Haut und ein glänzendes Fell haben, keine Blähungen und einen festen Stuhlgang.
Tierkennzeichnung
Sollte Ihr Welpe noch nicht eindeutig gekennzeichnet sein, empfehlen wir einen Transponder (Chip) mit einer 15 stelligen Nummer unter die Haut auf der linken Halsseite setzen zu lassen. Dies erfolgt mit einer Hohlnadel in der Tierarztpraxis (ohne Betäubung). Die Nummer wird beim Haustier- register TASSO auf Ihren Namen registriert. Sollte ihr Hund weglaufen oder gestohlen werden kann er ganz schnell wieder zu Ihnen nach Hause vermittelt werden. Milchzähne
Ihr Welpe sollte seine Milchzähne bis zu einem Alter von 6 Monaten komplett gegen ein Erwachsenengebiss ausgewechselt haben. Das kann auch mal drücken und schmerzen. Sollte ein Milchzahn abbrechen oder nicht ausgefallen sein wenn der bleibende Zahn durchbricht, kann dies zu bleibenden Fehlstellungen oder schlimmen Zahnmissbildungen führen.
Kommen Sie deswegen bitte im Alter von 5 Monaten zu einem Zahnkontrolltermin in die Praxis!

5. Ein Kätzchen kommt ins Haus

Lassen Sie die Katze einige Tage bei Ihnen eingewöhnen und kommen dann zu einem Erstbesuch in die Praxis. Hier kann Ihre Katze spielerisch die Tierarztpraxis kennen lernen und wir werden Ihnen alle Fragen rund um den neuen Familienzuwachs beantworten.
Futter
Füttern Sie die ersten Tage erst einmal das Futter weiter welches das Kätzchen an seinem Herkunftsort bekommen hat. Ob Ihre Katze dann Trocken oder Feucht, Selbstgekocht oder BARF bekommt, kann jeder selbst entscheiden. Beachten Sie, dass Katzen Fleischfresser sind, Rationen aber trotzdem ausgewogen an Vitaminen und Spurenelementen gestaltet werden müssen und die Kalorienzufuhr nicht zu hoch sein sollte, damit Ihre Katze kein Übergewicht bekommt. Gerne kontrollieren wir für Sie Ihre Rationen oder berechnen Ihnen auf Wunsch die richtige Zusammensetzung. Ihre Katze sollte das Futter gerne essen, schöne Haut und ein glänzendes Fell, keine Blähungen und einen festen Stuhlgang haben. Erwachsene Katzen sollten keine Kuhmilch zu trinken bekommen.
Tierkennzeichnung
Sollte Ihre Katze noch nicht eindeutig gekennzeichnet sein, empfehlen wir einen Transponder (Microchip) mit einer 15 stelligen Nummer unter die Haut auf der linken Halsseite setzen zu lassen. Dies erfolgt mit einer Hohlnadel in der Tierarztpraxis (ohne Betäubung). Die Nummer wird beim Haustier- register TASSO auf Ihren Namen registriert. Sollte ihre Katze weglaufen oder gestohlen werden, kann sie ganz schnell wieder zu Ihnen nach Hause vermittelt werden. Sollten Sie planen mit Ihrer Katze die Grenzen von Deutschland einmal zu verlassen benötigt sie ebenfalls den Transponder in Kombination mit einem blauen EU-Impfausweis, den wir Ihnen gerne in der Praxis ausstellen.

6. Haltung und Fütterung von Kaninchen

a) Die richtige Kaninchenhaltung
Kaninchen sind Gruppentiere und wollen nicht alleine leben. Mindestens zwei Kaninchen sollten zusammen gehalten werden, optimalerweise ein kastrierter Rammler mit einer kastrierten Häsin. Der Mensch kann den Artgenossen nicht ersetzen. Verpaarungen mit anderen Tierarten v.a. Meerschweinchen klappen aufgrund der unterschiedlichen Kommunikationsformen selten. Kaninchen mögen es kühl, möglichst nicht über 15-18 Grad. Bei Außenhaltung, im Sommer auf Schatten und Luftzirkulation achten, im Winter langsam an niedrigere Temperaturen gewöhnen. Gehege unbedingt gut vor Raubtieren sichern! Kaninchen haben einen großen Bewegungsdrang und brauchen große Gehege mit mindestens 2 qm pro Tier! Zusätzlicher sollte mindestens 8 Stunden/Tag Freilauf möglich sein. Bedenken Sie dabei: Kaninchen rennen und graben gerne und lieben eine abwechslungsreiche Umgebung mit vielen Verstecken! Bieten Sie Ihrem Kaninchen eine Buddelkiste, Spielsachen, Äste und Höhlen an. Bitte bedenken Sie das Kaninchen Fluchttiere sind und deswegen bei engen Körperkontakt oder dem Aufgreifen von oben Angst bekommen können.
b)Kaninchen-Fütterung
Unbedingt auf eine rohfaserreiche Ernährung achten! Kaninchen brauchen als Nahrung hauptsächlich gutes, duftendes, grünes Heu, mit Kräutern: dies muss immer zur Verfügung stehen. Es sollte täglich Frischfutter (ca. 100g/kg) ergänzt werden: eine Schale frisches, gemischtes Gemüse/Salat und ab und an Obst in kleinen Mengen. Achtung: Kaninchen sind sehr Magen-Darm sensibel, deswegen ungewohntes Futter vorsichtig in kleinen Mengen anfüttern. Von Trockenfutter mit Getreide oder Zucker, wird dringend abgeraten! – es ist zu energiereich und rohfaserarm. Folge: die Kaninchen werden dick und Zähne und Darm haben zu wenig zu tun. Dies führt zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden!

7. Haltung und Fütterung von Meerschweinchen Beitrag folgt
8. Haltung und Fütterung von Hamstern Beitrag folgt
9. Haltung und Fütterung von Ratten Beitrag folgt
10. Impfungen

Wie empfehlen die Impfungen nach dem aktuellen, offiziellen Impfschema der Ständigen Impfkommission (StIKo):

Hunde:
Impfschema nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo):
Grundimmunisierung in der 8., 12. und 16. Woche gegen die Infektionskrankheiten SHPPiL: Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Parainfluenza, Leptospirose und in der 12. Woche gegen Tollwut (T), Abschluß der Grundimmunisierung nach 1 Jahr mit SHPPiLT.
Danach ist je nach Impfstoffhersteller SHP und T alle 2-3 Jahre zu impfen, Pi und L jährlich.
Individuell kann durch Impfung ein Schutz gegen weitere Infektionskrankheiten wie der bakterielle Zwingerhusten, Leishmaniose oder Borreliose aufgebaut werden, wenn hier besondere Expositionen zu befürchten sind.

Katzen:
Die ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Grundimmunisierung der Katzenwelpen gegen die Infektionskrankheiten Katzenschnupfen (Rhinotracheitis- und Calicivirus, RC) und Katzenseuche (Panleukopenie, P) in der 8., 12., 16. Woche. Der Abschluss der Grundimmunisierung erfolgt nach einem Jahr mit einer Impfung RCP. Danach muss RC jährlich, die Katzenseuche je nach Impfstoffhersteller alle 2-3 Jahre aufgefrischt werden. Diese Impfungen werden allen Katzen empfohlen- auch wenn sie ausschließlich im Haus gehalten werden. Bei Freigängern wird ab der 12. Woche einmalig Tollwut geimpft, diese nach einem Jahr wiederholt und dann alle 3 Jahre aufgefrischt. Katzen die viel Kontakt mit anderen Artgenossen haben wird zusätzlich die Impfung gegen Leukose (Katzenleukämie) empfohlen. Die Krankheit wird durch Blutkontakt, Biss und Verletzungen übertragen. Empfohlen werden bei Wohnungskatzen: Katzenschnupfen (RC) und Katzenseuche (P)
Es gibt die Möglichkeit zusätzlich gegen FIP (Bauchwassersucht) und Chlamydien zu impfen.

Kaninchen:
Empfohlen wird bei Verwendung der herkömmlichen Impfstoffe die zweimalige Impfung (Abstand ca. 4 Wochen) gegen Myomatose und RHD und dann eine jährliche Auffrischung der RHD-Impfung und eine 6-monatige gegen Myxomatose. Wir verwenden den neuen Impfstoff der Firma MSD und können Ihnen das vereinfachte Impfschema für ihr Kaninchen anbieten: Einmalige Grundimmunisierung gegen Myxomatose und RHD. Danach erfolgt eine jährliche Auffrischung mit beiden Komponenten.

Frettchen:
Die STIKO empfiehlt für Frettchen eine Grundimmunisierung gegen Staupe und Tollwut in der 8., 12., und 16. Lebenswoche. Wiederholungsimpfungen sollten ein Mal jährlich erfolgen.

Für einen ausreichenden Impfschutz ist es wichtig alle nötigen Auffrischungsimpfungen einzuhalten und die empfohlenen Impftermine wahrzunehmen!
Kennen Sie schon unseren Impferinnerungsservice?
Wir erinnern Sie gerne automatisch an die nächste fällige Impfung Ihres Vierbeiners. Sollten Sie noch nicht zum Impfen bei uns gewesen sein, kontaktieren Sie uns gerne per e-mail oder Telefon und wir nehmen Sie gerne, (natürlich kostenlos) in die Impferinnerungskartei auf. Sie bekommen dann rechtzeitig eine Postkarte von uns zugesandt.

11. Entwurmen

Bandwürmer, Hakenwürmer, Spulwürmer, Lungenwürmer und Peitschenwürmer gehören zu den inneren Parsiten von Hunden und Katzen. Wurmkuren töten alle lebenden Würmer und Wurmlarven die Ihr Tier aktuell befallen haben. Sollte Ihr Tier beim nächsten Freigang wieder Wurmeier aufnehmen kann einem erneutem Befall nicht vorgebeugt werden. Wir empfehlen deshalb eine individuelle, regelmäßige Entwurmung bis zu 4x jährlich. Die Entwurmung erfolgt durch Tablettengabe oder bei Katzen auch durch ein spot-on-Präparat zum Aufträufeln auf den Nacken. Alternativ bieten wir Ihnen an den Kot Ihres Vierbeiners regelmäßig bei uns auf Parasiten kontrollieren zu lassen und nur bei einem Befall zu entwurmen. Hierfür bringen Sie uns bitte eine Sammelkotprobe von 3 verschiedenen Ausscheidungen Ihres Vierbeiners. Bitte bedenken Sie immer, dass sich Menschen bei Ihren Haustieren mit Würmern infizieren können.

12. Zahnprophylaxe

Zähne putzen:
Sie können Ihr Tier daran gewöhnen die Zähne zu putzen. Hierfür gibt es spezielle Tierzahnpasta und verschiedene Reinigungstools wie Tierzahnbürsten und Fingerlinge. Zahnpflege ohne Putzen:
Es gibt spezielles Tier-Zahngel, wovon nur ein ca. 1 cm langer Strang, stressfrei ins Maul eingebracht werden muss. Dieses schmeckt sehr lecker, verteilt sich über den Speichel im ganzen Maul und reinigt die Zähne rein pflanzlich.
Zahnprophylaxefutter und Zahnpflegesticks:
Es gibt spezielles Zahnfutter für Hunde und Katzen. Dieses kann als Alleinfutter oder zur Ergänzung gefüttert werden. Es wird sowohl mechanisch als auch enzymatisch die Zähne reinigen und Zahnproblemen vorbeugen.
Alternativ gibt es von verschiedenen Futtermittelherstellern Zahnpflegesticks, die bei regelmäßiger Fütterung die Zähne Ihres Lieblings mechanisch reinigen.
Zahnkontrolle zu Hause:
Kontrollieren Sie wie Ihr Tier frisst, Hunde Kauknochen benagen, Spielzeug bearbeitet wird und Leckerlis aufnimmt. Heben Sie mindestens einmal im Monat die Lefzen und kontrollieren die Zähne auf Zahnstein, Verfärbungen, abgebrochene Spitzen und das Zahnfleisch auf Rötungen, Entzündungen und Rückgang.
Zahnkontrolle in der Praxis:
Kommen Sie bitte mindestens einmal im Jahr zur Zahnkontrolle in die Praxis. Wir nehmen dann eine professionelle Einschätzung der Zahngesundheit vor.

13. Zahnprobleme der Katze

a) Katzen neigen zu Zahnstein.
Über den Tag bildet sich auf den Zähnen ein Biofilm aus Bakterien. Der Calcium aus dem Speichel mineralisiert diesen Biofilm nach und nach: harter Zahnstein entsteht. Zahnstein und Bakterien führen zu einer lokalen Entzündung und Rückgang des Zahnfleisches. Die Bakterien können über die Blutbahn aber auch andere Organe z.B.: Herz, Nieren oder Gelenke schädigen.

b) Mindestens 50% der Katzen haben schmerzhafte Löcher in den Zähnen.
Katzen haben aber keine Karies - Katzen haben sogenannte FORL. Das steht für Feline odontoklastische resorbtive Läsionen an den Zähnen. Man weiß heute noch nicht genau warum diese Läsionen entstehen, man vermutet einen chronisch, entzündlichen Prozess (z.B. Zahnstein). Dieser führt dazu, dass die harte Zahnsubstanz von körpereigenen Zellen langsam aufgelöst wird. Dieser Prozess beginnt meist im Wurzelbereich, so dass der Großteil der Defekte sich unterhalb des Zahnfleischniveaus befindet und man sie nur durch Röntgenbilder erkennen kann. Im weiteren Verlauf wird der Zahn weiter von den Odontoklasten aufgefressen und man kann Löcher an der Zahnkrone erkennen oder sie bricht sogar einfach weg. Hat ein Zahn im Maul eine solches Loch ist davon auszugehen, dass andere Zähne auch betroffen sind.
Diese Erkrankung ist sehr schmerzhaft. Katzen sind sehr tapfer und geben ihren Besitzern meistens erst sehr spät zu verstehen dass sie Probleme im Maul haben. Häufig ist dann bereits eine chronische Entzündung so weit fortgeschritten, das der Knochen sich zu Teilen aufgelöst hat und Bakterien in den Körper abgeschwemmt sind.
Kontrollieren Sie also bitte die Zähne ihrer Katze regelmäßig!
Sollte dies zu Hause nicht möglich sein, kommen Sie bitte zur Kontrolle in die Praxis!

Bei der Zahnsanierung von Katzen müssen unbedingt alle Zähne mit einem Dentalröntgengerät geröntgt werden, um beginnende FORL im Wurzelbereich zu erkennen!

14. Zahnprobleme des Hundes

a) Zahnstein
b) Karies
c) Probleme beim Zahnwechsel

15. Zecken und Flöhen

Zecken und Flöhe können unterschiedliche Krankheitserreger übertragen.
Flöhe können Ihren Vierbeiner ganzjährig befallen. Sinnvoll ist es daher ganzjährig Prophylaxe zu betreiben. Flöhe übertragen Bandwürmer und können Allergien auslösen. Hunde- und Katzenflöhe können auch Menschen beißen. Es gibt Flohmittel als Tropfen zum Auftragen auf die Nackenhaut, oder Tabletten. Beide bieten einen Monat zuverlässigen Schutz vor Flohbefall und deren Larven. Generell gilt: 20% der Flöhe sind auf dem Tier, 80% in der Umgebung. Bei einem Befall empfehlen wir die Wohnung zu reinigen, Textilien zu waschen und ggf. ein Umgebungsspray gegen Flöhe zu benutzen. Alle Präparate können Sie bei uns in der Praxis erhalten.
Es gibt bei uns vier verschiedene Zeckenarten, die bei ihrem Biss unterschiedliche, teils tödliche Krankheiten übertragen können (z.B. Borreliose, Babesiose, Anaplasmose, FSME). Wenn Ihr Hund von mehr als zwei Zecken im Monat gebissen wird empfehlen wir dringend mit einem wirkungsvollen Antizeckenmittel vorzubeugen. Schützen Sie Ihren Hund bitte vor einer möglichen Ansteckung mit diesen Erkrankungen durch eine Zeckenprophylaxe! Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Prophylaxe: bitte verwenden Sie ausschließlich Präparate vom Tierarzt-nur diese bieten einen sicheren Schutz! Das Parasitenhalsband Scalibor hält 6 Monate, Spot-on Präparate von verschiedenen Firmen halten 4-5 Wochen. Zeckensaison ist in Bayern meist von April bis Oktober. Dieses Jahr sind die Zecken wieder sehr aktiv.

16. Tierversicherung

Für Hunde und Katzen gibt es von verschiedenen Anbietern Krankenversicherungen und Haftpflichtversicherungen.
Eine Auswahl haben wir hier für Sie zusammengestellt:
Agila Tierkrankenschutz, OP-Versicherung und Hundehaftpflicht: www.agila.de
Allianz Tierkrankenversicherung:
www.allianz.de/produkte/reise_freizeit/tierkrankenversicherung/index.html
Uelzener Hunde Krankenversicherung www.uelzener.de/hunde-versicherungen.html
Uelzener Katzen Krenkenversicherung www.uelzener.de/katzen-versicherungen.html
Comfortplan Hundeversicherung und Rechtsschutz www.comfortplan.de/hundeversicherung.php

17. TierkennzeichnungWir empfehlen die eindeutige Kennzeichnung Ihres Vierbeiners mit einem Mikrochip (Transponder) nicht nur bei Auslandsreisen. Sollte Ihr Hund oder Ihre Katze weglaufen oder gar gestohlen werden, kann durch Ablesen des Transponders mit einem Lesegerät der eigentliche Besitzer anhand einer 15 stelligen Nummer, die weltweit nur einmal vergeben ist, ermittelt werden. Der wenige Millimeter große Chip kann jederzeit in der Tierarztpraxis -ohne Betäubung- mittels einer Hohlnadel unter die Haut an der linken Halsseite gesetzt werden. Die Daten können Sie bei einem Haustierregister eintragen lassen. Wir übernehmen gerne die Registrierung beim überregionalen Haustierregister TASSO www.tasso.net
18. Kastration

a) Katzen
Kater werden ab einem Alter von 6 Monaten geschlechtsreif.
Das Risiko, bei ausgedehnten Freigängen in Kämpfen mit Artgenossen verletzt oder in Autounfälle verwickelt zu werden, steigt. Im Haus beginnt der Stubentiger zu diesem Zeitpunkt das geruchsintensive Markieren mit Urin. Durch eine Kastration vor Beginn der Geschlechtsreife beugen Sie diesen Problemen vor. Die Routine-OP erfolgt in Vollnarkose. Über zwei kleine Schnitte im Hodensack werden die Hoden dargestellt und entfernt. Auf die OP-Wunde wird ein Sprühverband aufgebracht und der Kater darf wenige Stunden nach der OP wieder nach Hause.
Weibliche Katzen kommen normalerweise mit 6-10 Monaten in die Geschlechtsreife. Sie können dann mehrfach im Jahr rollig werden. Dies bedeutet Stress für die Katze und den Besitzer, und bei Freigängern, das Risiko trächtig zu werden und beim Deckakt verletzt zu werden. Auch hier erfolgt die Routine-OP in Vollnarkose. Über einen kleinen Schnitt unterhalb des Bauchnabels werden die Eierstöcke dargestellt und entfernt. Die Kätzin kann wenige Stunden nach der OP mit einem Pflaster auf dem Bauch wieder nach Hause.
Für Kater und Kätzinnen gibt es mittlerweile alternativ die Möglichkeit ein Implantat, unter die Haut zu setzen, welches die Hormonproduktion hemmt. Die Tiere sind dann 6 Monate oder 1 Jahr medikamentös kastriert.
Wir empfehlen, Kätzinnen und Kater nach der Kastration ein spezielles Futter für Kastraten zu füttern. Dies beugt das Risiko von Übergewicht, Harnsteinen und Diabetes vor.

b) Hunde
Hündinnen werden je nach Größe zwischen dem 8. und 18. Monat das erste Mal läufig, meistens zwei Mal jährlich mit einer Dauer von ca. 2 bis 3 Wochen.
Je früher kastriert wird desto geringer ist das Risiko später an Brustkrebs zu erkranken. Bei Hündinnen wird die Kastration vor oder nach der ersten Läufigkeit empfohlen. Aus medizinischer Sicht spricht für eine Kastration außerdem das Vorbeugen von Gebärmuttervereiterung und Scheinträchtigkeit, Stressreduktion für Hund und Besitzer, Verletzungen beim Deckakt und ungewollte Schwangerschaft. Kastrierte Hündinnen sind meist sozial verträglicher mit anderen Hündinnen. Die Kastration erfolgt in Vollnarkose. Es wird ein kleiner Schnitt unterhalb des Bauchnabels gemacht und die Eierstöcke durch diesen dargestellt und entfernt. Die Hündin kann wenige Stunden nach der OP wieder nach Hause und sollte dann für 10 Tage geschont werden.
Rüden werden mit ca. einem Jahr geschlechtsreif. Dies sollte man abwarten bevor man sie kastriert. Eine Kastration kann aus verhaltenstherapeutischer Sicht Sinn machen, wenn Aggressionen gegenüber anderen Rüden auftreten und/oder wenn Ihr Hund ständig „verliebt“ ist und nur noch Augen für das weibliche Geschlecht hat. Medizinische Gründe für die OP sind auch hier das Vorbeugen von späteren Erkrankungen des männlichen Geschlechtsapparates. Die OP wird in Vollnarkose durchgeführt. Die Hoden werden über einen kleinen Hautschnitt dargestellt und entfernt, die Haut darüber wieder vernäht. Der Rüde darf am gleichen Tag wieder nach Hause.
Für Rüden und Hündinnen gibt es mittlerweile alternativ die Möglichkeit ein Implantat unter die Haut zu setzen, welches die Hormonproduktion hemmt. Die Hunde sind dann sechs Monate oder ein Jahr medikamentös kastriert.

c) Kaninchen
Männliche Kaninchen werden mit ca. 12 Wochen geschlechtsreif. Um Konflikte mit Artgenossen zu vermeiden, unerwünschten Nachwuchs und das Markieren Ihrer Möbel vorzubeugen, wird die Kastration ab der 10. Wochen empfohlen. Sollte der Rammler bei Kastration bereits geschlechtsreif sein, dauert es nach der OP bis zu sechs Wochen bis er nicht mehr zeugungsfähig ist. Die Kastration erfolgt in Vollnarkose. Bei dem Routineeingriff werden über zwei kleine Hautschnitte die Hoden dargestellt und entfernt und mit einem Stich wieder zugenäht. Ihr Kaninchen darf wenige Stunden später wieder nach Hause.
Weibliche, unkastrierte Kaninchen werden häufig ab dem Eintritt in die Geschlechtsreife und dann von Jahr zu Jahr mehr, durch weibliche Hormone gesteuert, zickig bis aggressiv zu ihren Kaninchenpartnern und häufig auch zu ihren Menschen. Dies bedeutet großen Stress für das Kaninchen und die Partnertiere. Die Kastration des weiblichen Kaninchens ist bei uns in der Praxis ein häufig durchgeführter Routineeingriff. In Vollnarkose werden über einen kleinen Schnitt unter dem Bauchnabel die Eierstöcke dargestellt und entfernt. Das Kaninchen darf wenige Stunden nach der OP wieder nach Hause. Danach sind die Kaninchen wieder ganz entspannt und einem friedlichen Miteinander steht nichts mehr im Weg.

19. Die ältere Katze

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